In unserer Tageseinrichtung erfährt Ihr Kind eine ganzheitliche Förderung, die folgende Bildungsbereiche umfasst:

Religiös-kultureller Bereich

Unsere Kindertageseinrichtung ist Lebensraum für Kinder und deren Familien in der Gemeinde. Unsere Arbeit orientiert sich am christlichen Glauben und Menschenbild. Hier wird Glaube gelebt und erfahren. Die Kinder erfahren hier Geborgenheit und Annahme, gewinnen Selbstvertrauen und Lebensmut.

Jedes Kind wird dabei als eigene Persönlichkeit mit all seinen Stärken und Schwächen angenommen. Dabei werden die existentiellen Fragen der Kinder berücksichtigt und sie erfahren die christliche Lebenskultur als Orientierung und Hilfe für ihr Leben. Gemeinsam wird nach Antworten gesucht und somit werden religiöse Bildungsansätze von Kindern ermöglicht und unterstützt.

Als christliche Einrichtung ist es uns wichtig, den Kindern Werte wie Toleranz, gegenseitige Rücksichtnahme und Achtung vor den Mitmenschen und der Schöpfung  zu vermitteln. Durch die frühzeitige Auseinandersetzung wachsen die eigene religiöse Identität und das Verständnis für andere Kulturen, Religionen und Lebensweisen. 

Emotionaler Bereich

„...das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar.“ (Antoine de Saint-Exupery)

In keinem Alter erlebt der Mensch so viele Ängste wie in der Kleinkindzeit. Auch wenn uns die Gefühle der Kinder absurd und unreal erscheinen, müssen wir sie trotzdem ernst nehmen. Mit dem Besuch in der Kindertageseinrichtung erfahren die Kinder oftmals zum ersten Mal über einen längeren Zeitraum von ihrer Bezugsperson getrennt zu sein.

Im Laufe seiner Entwicklung lernt das Kind, dass nicht überall dieselben Regeln gelten wie zu Hause, das Essen anders schmecken kann als gewohnt. Dabei erleben Kinder nicht nur, wie vielfältig menschliche Verhaltensweisen sind, sondern auch, dass sie an Situationen gebunden sind. Sie lernen ihre Bedürfnisse auch mal zurückzustellen und Frustration auszuhalten. Mit diesen unterschiedlichen Erfahrungen bauen Kinder ihre sozialen Erfahrungen immer weiter aus. Aus diesem Grund gestalten wir die Eingewöhnungszeit eines jeden einzelnen Kindes und seiner Eltern nach ihren individuellen Bedürfnissen.

Unser Ziel ist es, das Kind als individuelle Persönlichkeit anzunehmen, es in seiner Entwicklung zu unterstützen und zu fördern und in die Gemeinschaft zu integrieren.

Sozialer Bereich

Dem Kleinkind erscheinen Erwachsene unendlich fähig und mächtig. Kinder müssen enorm viel Mut aufbringen, um sich in der Welt der Erwachsenen zu behaupten. Deshalb benötigen sie ein hohes Maß an Ermutigung. Gemeinsam mit den Eltern möchten wir den Kindern Zutrauen vermitteln, indem wir den Kindern im Alltag Gelegenheit geben, sich und ihre Fähigkeiten auszuprobieren. Kinder dürfen alleine den Tisch decken, sich selbstständig Getränke eingießen, bekommen kleine Aufgaben zugewiesen, spülen ihren Frühstücksteller ab, holen sich das Spielmaterial, das sie für sich benötigen.

Selbstverständlich gibt es Grenzen und die rettende Hand ist gefordert, wenn Gefahren drohen, oder aber auch wenn es darum geht, Einhalt zu gebieten. Grenzen können darum ganz individuell sein. Die Aufgabe der Erzieherinnen ist es deshalb, die Kinder zu beobachten und bei Bedarf hilfreich zur Seite zu stehen.

Das Zusammenleben in der Gemeinschaft erfordert einen „roten Faden“, der Kindern und Erwachsenen als Orientierungshilfe dient. Durch den ständigen Kontakt und die Auseinandersetzung mit Kindern verschiedener Altersgruppen sowie Erwachsenen erwerben die Kinder eine entwicklungsgemäße Sozialkompetenz, die eine wichtige Voraussetzung für den Eintritt in die Schule ist. 

Motorischer Bereich

„Kinder finden erst dann zur Stille, wenn ihre Bewegungsabläufe erfüllt sind.“ (Renate Zimmer)

Kinder sind von Geburt an Bewegungskünstler. Sie lernen spielend ihren Körper, seine Möglichkeiten und Grenzen kennen. Ihr Bewegungsdrang ist kaum zu zähmen; um ihn ausleben zu können, benötigt man viel Platz und Zeit. Zuerst beim Krabbeln und Gehen lernen, später beim Laufen und Klettern. 

Unsere Räumlichkeiten und unser Außengelände bieten den Kindern bei jedem Wetter die Möglichkeit, ihren Bewegungsdrang auszuleben und ihre eigenen Stärken und Grenzen zu erfahren. Ausreichend Bewegung ist die Voraussetzung für die Entwicklung der feinmotorischen Fähigkeiten und der Sprachentwicklung. Für kleinere Kinder ist das ganze Leben Bewegung. Dort lockt ein Spielzeug, das eilig geholt, gezeigt und ebenso rasch wieder zurückgebracht werden muss. Auf dem Spielplatz sind sie unermüdlich dabei, die Rutsche hochzuklettern und runterzurutschen. Die kleineren Kinder laufen unermüdlich einen Weg vor und zurück.

Je nach Alter und eigenem Entwicklungsstand bieten wir den Kindern vielfältige Bewegungsmöglichkeiten im Innen- und Außenbereich. Hierfür haben wir verschiedene Materialien zur Verfügung, um ihrem natürlichen Bewegungsdrang nachzukommen. Vorhandene Fähigkeiten werden erweitert, neue hinzugelernt und trainiert, wie z. B. Fangen, Werfen, Balancieren, Hüpfen, Klettern usw. wählen die Erzieherinnen als Angebote für das einzelne Kind oder die Kleingruppe aus, die das Kind motivieren und fördern sollen. 

Kognitiver Bereich

„Kinder wollen alles anfassen, ertasten, in die Hände nehmen. Was die Hände nicht greifen dürfen, kann der Kopf nur schwer begreifen. Sie wollen sich nicht auf das verlassen, was andere ihnen sagen oder was auf Papier geschrieben steht, sondern selbst herausfinden, wie eine Sache sich anfühlt, wie sie 'geht', wie schwer sie ist.“ (Renate Zimmer)

Nichts prägt die geistigen Fähigkeiten eines Kindes so sehr wie die Sprache. Sie ist eines der wichtigsten Ausdrucksmittel und gleichzeitig Werkzeug, um Denken zu strukturieren. Dabei genügt es nicht, Sätze oder Wörter aneinanderzureihen, sondern sie ergeben nur dann Sinn, wenn sie in einem Zusammenhang stehen, an dem Erinnerungen, Erwartungen, Erfahrungen und Emotionen beteiligt sind. Sprechen ist lautes Denken. 

Die geistige Entwicklung von Kindern ist von vielen Faktoren abhängig. Nur im Zusammenspiel von Sprache, begrifflichem Denken und Wissen nehmen Kinder Gelerntes nicht nur auf, sondern verstehen und begreifen Zusammenhänge.

Zurück