Mariä Heimsuchung
Mariä Heimsuchung

Die auf dem Kohlheck wohnenden Katholiken, großenteils Heimatvertriebene, hatten sich schon früh eine eigene Gemeinde mit eigener Kirche gewünscht. Mit dem Haus Marienfried und der Kirche Mariä Heimsuchung des Berliner Architekten Johannes Jackel, klassifiziert als herausragender Kirchenbau der Sechziger Jahre, wurde darauf geantwortet.

Ein Wahrzeichen für Wiesbaden ist unsere Kirche schon bald nach ihrer Erbauung in den Jahren 1963-1966 geworden. Als "Fingerzeig Gottes" oder "Seelenabschußrampe" bekannt geworden, erregt sie auch heute noch die Gemüter. Der Architekt Johannes Jackel aus Berlin hatte ein Gespür für Symbole: Eine Marienkirche hatte er erbaut, und deshalb sollte die Kirche ein großes "M" bilden, was von Westen her am besten zu erkennen ist. Der Grundriß der Kirche bildet einen Davidstern, denn auch Maria stammte aus dem jüdischen Volk. Die dominierenden Materialien der Kirche sind Beton, das Material der damaligen Zeit, rheinischer Schiefer und Glas. Eines der größten Kirchenglasfenster, die es weltweit gibt, läßt das Licht in den Altarraum fluten. An der schmalen Ostwand wir es reflektiert und drückt damit symbolisch aus: Das göttliche Licht wird sichtbar in unserer Welt

Das Bild der Gemeinde prägen auch die beiden Kindertagesstätten im Haus Marienfried und St. Josef. Hervorgehoben sei die Kirchenmusik in Gottesdiensten wie auch Konzerten in Mariä Heimsuchung und St. Josef. Die beiden Kirchenchöre, die Organisten und weitere Instrumentalisten, verschiedentlich auch kleine Orchester konnten so in unserer Vorstadt ein Publikum für Kirchenmusik gewinnen.