Mariä Heimsuchung - News 27. Februar 2017

Närrisches im Haus Marienfried

Weiberfastnacht in Mariä Heimsuchung

Am 23. Februar, also an Weiberfastnacht, gab es wieder mal viel Närrisches und Kokolores im Haus Marienfried am Kirchort Mariä Heimsuchung.

Zeremonienmeisterin Christa Seiderer marschierte pünktlich um 19:33 Uhr mit hübschen Gardetänzerinnen in den Saal ein. Die Tanzgruppe „Narrhalla“ aus Wiesbaden-Sonnenberg sorgte schon mal für viel Schwung zu Beginn des Abends.

Mit Herzblut und Charme führte Christa Seiderer durch das Programm und kündigte gekonnt die Mitwirkenden an.

Wie es sich für eine Fastnachtssitzung gehört, zog zunächst der Protokoller Bernd Jung Bilanz über das vergangene Jahr. In seinem Vortrag sparte er nicht mit Spott über die AfD und Donald Trump. Aber auch die kleinen Themen, wie die Stadtbahn in Wiesbaden und das Bistum Limburg, fehlten nicht in seiner Darbietung. Diese war sein letzter Auftritt. Nach 15 Jahren hört Bernd Jung mit seiner Rolle als Protokoller auf.

Vielen herzlichen Dank für sein Engagement für unsere Gemeindefastnacht.

Was gab es noch:

Gert Petzold besang à la Charles Aznavour seine große Liebe in Dotzheim, Jürgen Ambrosius stellte in seinem Vortrag fest, dass das Rentnerdasein auch Nachteile haben kann und Stefan Hubert berichtete dem närrischen Publikum über seine Erfahrungen als jüngerer Kurgast allein unter älteren Damen und Herren.

Zwischendurch wurde gesungen, geschunkelt und getanzt. Der Mann am Klavier, Thorsten Kraft, sorgte für die musikalische Begleitung. Ein Team aus Ortsausschuss- und Gemeindemitgliedern stand für Essen und Trinken, backstage und am Tresen, bereit.

Nicht fehlen durfte die Darbietung der sudetendeutschen Tanzgruppe vom Kohlheck. In entsprechender Kleidung zeigten sie tänzerisch gekonnt, wie es auf einer Baustelle zugeht.

Unser Hobbymagier der Gemeinde, Uwe Mettlach, klaute zwar diesmal keine Geldbörsen und Uhren, zauberte aber mit Quadraten und Rechtecken auf einer Tafel und verblüffte damit das Publikum.

Geistlichen Kokolores bot Pfarrer Jürgen Paul dar und zog dabei mit Augenzwinkern gern mal über die Kohlhecker her:

„Papst Franziskus hat sein Kommen nach Kohlheck angekündigt - Er ist überall, wo das Elend am größten ist ...“ Tata, Tata, Tata!!

Was darf bei einer Fastnachtssitzung nicht fehlen? Richtig - das Männerballett! Und so kam zum Schluss des Abends die Showtanztruppe „Dodos“ aus Dotzheim und heizte noch mal richtig ein. Zunächst mit gruselig beleuchteten Masken vor dem Gesicht und verpackt in Umhängen und zum Glück später mit etwas weniger an.

Bei allem karnevalistischen Frohsinn kam aber auch ein wenig Trübsal auf, als Christa Seiderer kund tat, dass sie nach 40 Jahren Gemeindefastnacht, davon 17 Jahre für den Kirchort Mariä Heimsuchung, nun mit 80 Jahren in den „Ruhestand“ geht. Sie bedankte sich herzlich bei allen Helfern, die ihr immer vor und hinter der Bühne all die Jahre zur Seite standen.

Für ihr großartiges Engagement bekam Christa einen speziellen Karnevalsorden, guten Wein und einen dicken Blumenstrauß überreicht und … ein Küsschen vom Pfarrer.

Wieder also ein Abschied in MH und Abschied tut bekanntlich weh.

Christa Seiderer hat ein dreifach donnerndes Helau und ganz viele Raketen verdient.

Text und Fotos: Susanne Mende

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