Weihnachten ist das zweitwichtigste Fest in der Christenheit nach Ostern. Gefeiert wird die Geburt des Messias Jesus Christus. Weihnachten ist heute als das Fest der Menschwerdung Gottes das stimmungsvollste Fest im abendländischen Europa, in Amerika und Australien Der Geburtstag von Jesus ist eigentlich unbekannt. In alten Aufzeichnungen ist vom 20. Mai zu lesen, andere Quellen sprechen vom 6. Januar ("Fest der Erscheinung des Herrn"). Der 25.Dezember als Tag, an dem wir heute Weihnachten feiern, wurde von dem römischen Kopisten Furius Dionysius Filocalus im Jahr 354 festgelegt. Dieser Tag war lange Zeit der Feiertag der als Götter verehrten römischen Kaiser. In den germanischen Religionen gehörte dieses Datum zu den "12 heiligen Nächten der Sonnenwende". Von dort stammt auch der deutsche Namen "Weihnachten", abgeleitet von "ze wihen nahten".
Auch das tatsächliche Geburtsjahr von Jesus ist vermutlich nicht das Jahr 0 unserer Zeitrechnung, sondern 2-7 Jahre früher. Da der Stern von Bethlehem von Wissenschaftlern mit einer speziellen Konstellation aus Saturn und Jupiter im Sternzeichen der Fische gleichgesetzt wird, die nur alle 805 Jahre zu sehen ist (wurde auch von Johannes Kepler festgestellt), wird von manchen Astrologen vermutet, dass Jesus 7 Jahre früher geboren wurde, als diese Planetenkonstruktion wieder einmal aufgetreten ist.

Doch weder Zeit noch Ort der Geburt Jesu sind maßgeblich für den Glauben, sondern vielmehr die Tatsache, dass Gott in Jesus Christus Mensch geworden ist, einer von uns.

Um 335 begann man in Rom das Weihnachtsfest zu feiern. Dass man das Fest auf den 25. Dezember legte, hat symbolische Bedeutung. Die heidnische Gottheit „sol invictus", der unbesiegbare Sonnengott, dessen Festtag zur Wintersonnenwende gefeiert wurde, sollte durch Christus, der als das wahre Licht in die Welt kam, abgelöst werden. Weihnachten wird weltweit meist am 25.12. als den Tag der Geburt Christi gefeiert. In vielen Ländern wird jedoch bereits am Abend des 24.12. gefeiert. Der Grund liegt in der Begehung der Vigilien, die stets am Abend vor dem Festtag beginnen. Vigil wird als Nachtwache vor großen Festen bezeichnet. Christen versammeln sich, um diese Feste (Weihnachten und Ostern) durch das Hören des Wortes Gottes einzustimmen und wachen in der Nacht, um Jesus Christus zu erwarten.

In Russland wird Weihnachten am 07.Januar gefeiert, da die russische orthodoxe Kirche den Julianischen Kalender verwendet.

Die Ausbildung als Familienfest, im Wesentlichen seit dem 19. Jahrhundert verstärkt zu beobachten, zeigt, dass es ein Bedürfnis gibt, ein Fest zur Belebung und Stärkung von Beziehungen zu feiern.
Die Geschichte der Weihnachtskrippe, die heute selbstverständlicher Bestandteil des Weihnachtsfestes ist, begann wohl schon im 13. Jahrhundert, und die Krippe ist im Gottesdienst lokal bereits schon im 11. Jahrhundert verwendet worden. In der Burgkapelle Hocheppan bei Bozen wurde um das Jahr 1200 die Geburt Jesu Christi erstmalig im deutschsprachigen Raum dargestellt. Franz von Assisi gestaltete 1223 in einer Grotte in Greccio eine Krippe mit lebenden Menschen sowie Ochs und Esel. 
Aus den festlich geschmückten Kirchen und Wohnzimmern ist der Weihnachtsbaum nicht mehr wegzudenken. Seit etwa 1800 war der geschmückte Weihnachtsbaum in den gehobenen Bürgerhäusern zu finden. Er galt zunächst als protestantisch, bis er auch von den Katholiken allmählich übernommen wurde. Von Norddeutschland verbreitete sich der Baum nach Süden, aber auch nach Frankreich und England und durch von hessischen Herzögen nach den USA vermietete Soldaten auch in der neuen Welt. 
Ursprung des Tannenbaums dürfte der Paradiesbaum bei den weit verbreiteten Paradiesspielen am 24. Dezember und mittelalterlichen Mysterienspielen gewesen sein. Von diesem Baum ging das Unheil aus, das das Kommen des Erlösers notwendig machte. Die Äpfel und die daraus entstandenen Christbaumkugeln belegen diese Bedeutung des Baumes. Das eigentliche Gegenbild zum Paradiesbaum ist das Kreuz, von dem die Erlösung kam.
So symbolisiert nunmehr der immergrüne Baum im Winter, dass das Leben weitergeht, Nüsse und andere Früchte als Schmuck unterstützen diese Dimension der Fruchtbarkeit. Vögel (als Sinnbilder der Seelen) tummeln sich im Geäst des Baumes. Durch die Geburt Jesu wird der Paradiesgarten wiedergewonnen, aus dem die ersten Menschen vertrieben wurden.

Die Geburt Jesu – Anfang der christlichen Zeitrechnung. Heute gilt ein Kalenderdatum als unveränderliche Realität, während es für die Antike und die frühe Christenheit nur durch seine Beziehung zu bestimmten Menschen und Ereignissen und den symbolischen Wert Beachtung fand. Öffnen auch wir uns für die Realität, dass mit der Geburt Jesu die Erlösung der Welt und unsere eigene persönliche Erlösung ihren Anfang genommen hat und gestalten in dieser Erkenntnis unser Leben und unseren Alltag.

verfasst von: Frau Elisabeth Mudrich